Radiobeitrag

98.2 Radio Paradiso:
Dirk W. Eilert als Co-Moderator im LifeCoaching-Paradies am 27.07.2006

Nie wieder Heißhunger
– die Entzauberung von Schokolade, Chips & Co

Wir Menschen werden von zwei ganz elementaren Kräften gesteuert:

  • Wir wollen unangenehme Gefühle vermeiden.
  • Wir wollen angenehme Gefühle erleben.

Gefühle geben unserem Leben Sinn und alles, was wir tun, tun wir, um bestimmte Gefühle zu vermeiden oder zu erleben. Und obwohl wir in einer Wohlstandsgesellschaft leben, fällt es den meisten Menschen immer schwerer genug von den Emotionen zu erleben, die der Seele so wichtig sind. So entsteht etwas, das wir Emotionshunger nennen können.

Mit dem Emotionshunger lassen sich natürlich wunderbar Geschäfte machen. Die Werbung nutzt diesen Emotionshunger mustergültig, um unsere Ernährungs-gewohnheiten zu beeinflussen.

Denken Sie mal an typische Werbespots für Genussmittel wie Schokolade, Chips oder auch Zigaretten.
Welche Gefühle werden dort vermittelt?

Was haben Zigaretten mit Freiheit zu tun? Gar nichts, sondern eher das Gegenteil, denn Zigaretten machen abhängig.

Bekommt Frau einen Mann, wenn Sie Kaffee mit dem „Verwöhn-Aroma“ kocht? Wohl kaum.

Kommen mehr Freunde zu mir, wenn ich Chips esse? Wohl eher auch nicht.

Aber genau diese Verknüpfungen werden von der Werbung gezielt hergestellt.

Wie können Sie sich davon befreien?

Wichtig: Diese Methode der Entzauberung ist kein Mittel gegen gesunden Hunger, sondern hilft nur gegen die unfreiwillige und überflüssige Essensverführung. Deswegen stellen Sie sicher, dass Sie zurzeit gut im „Paradies-Training“ sind – also genug und das Richtige essen.

Und so befreien Sie sich von diesen emotionalen Mogelpackungen:

  1. Suchen sich erst mal einen Geschmacksverführer für diese Übung aus: Schokolade, Chips, Pizza oder irgendetwas anderes, wodurch Sie immer wieder verführt werden. Stellen Sie sich anschließend zum Beispiel die Chips ganz lebhaft vor Ihrem geistigen Auge vor.
  2. Finden Sie jetzt heraus, warum Sie diesen Geschmacksverführer so gerne essen. Bleiben Sie aber nicht nur beim Geschmack, sondern erforschen Sie, welches Gefühl der Geschmack auslöst: Geborgenheit und Wärme, Spaß, Lust, Geselligkeit…
  3. Wenn Sie das Gefühl erkannt und benannt haben, das von dem Geschmacksverführer ausgelöst wird, dann spüren Sie jetzt genau nach, wie der ganze Körper auf dieses Gefühl reagiert. Scannen Sie Ihren ganzen Körper durch: Wo fühlt sich dieses Gefühl am besten an?
  4. Butterfly-Technik: Sie überkreuzen die Arme vor Brust, so dass die Hände auf den Schultern liegen und klopfen abwechselnd mit den Händen auf die Schultern – links, rechts, links, rechts… dabei denken Sie an den Geschmacksverführer und spüren das Gefühl…

Jetzt sollten Sie fühlen wie das Gefühl während des Klopfens allmählich abflacht und Sie sich beim Gedanken an das Essen angenehm ernüchtert fühlen.

Wiederholen Sie diese Übung ein paar Mal in der Vorstellung bis Sie eine deutliche Erleichterung spüren und dann legen Sie die „gefährlichen“ Geschmacksverführer richtig vor sich hin. Jetzt lassen Sie sich gezielt davon provozieren und führen dann wieder die Butterfly-Technik durch. Wenn Sie das ein paar Mal wiederholt haben, sollte eine deutlich „abkühlende“ Wirkung eintreten.

Und ganz wichtig: Wenn Sie so die emotionale Mogelpackung aufgelöst haben, fangen Sie an nach Möglichkeiten zu suchen, wie Sie diese angenehmen Gefühle durch andere Dinge in Ihrem Leben erleben können. Für Geborgenheit und Wärme könnten Sie sich zum Beispiel Ihre Lieblingsdecke nehmen und auf der Couch einkuscheln und Radio Paradiso hören…

Natürlich können Sie trotz emotionaler Entzauberung weiterhin Ihre Schokolade, Chips und Pizza essen, aber dann machen Sie dies aus freier Entscheidung und Genuss und nicht weil Sie sich damit ein bestimmtes Gefühl verschaffen wollen.

Die Butterfly-Technik ist Bestandteil eines speziellen Coachings, dem wingwave®-coaching.

Weitere Radio-Beiträge finden Sie hier in Textform (2002-2011) und zum Anhören (2013-heute).

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