Radiobeitrag

98.2 Radio Paradiso:
Dirk W. Eilert als Co-Moderator im LifeCoaching-Paradies am 10.08.2006

Entdecken Sie Ihre Herzintelligenz – Selbstcoaching für ein emotionales Gleichgewicht

Die Welt ist mittlerweile wie ein Schnellkochtopf: Der Stress nimmt täglich zu. Die Geschwindigkeit in unserer Gesellschaft ist rasant.

Ein Beispiel: Um 1700 hat man noch davon gesprochen, dass sich das gesamte Wissen der Menschheit innerhalb von 300 bis 400 Jahren verdoppelt. Wissen Sie, von welcher Zahl man heute spricht!? Heute sagt die Wissenschaft, dass sich das gesamte Wissen der Menschheit innerhalb von ein, maximal innerhalb von zwei Jahren verdoppelt.

Ist das nicht der Wahnsinn!? Innerhalb von knapp zwei Jahren verdoppelt sich das gesamte Wissen der Menschheit. Diese rasante Geschwindigkeit kann natürlich zu erheblichem Stress führen – wenn es uns nicht gelingt trotz dieses hohen Tempos im inneren Gleichgewicht zu bleiben.

Eine sehr wirkungsvolle Methode, um das zu erreichen, also um mental und emotional im Gleichgewicht zu bleiben, kommt aus den USA: Die Methode der Herzintelligenz.

„Intelligenz“ findet für die meisten Menschen zwar nur im Kopf statt – nach neuesten Erkenntnissen gibt es aber noch eine andere Art von Intelligenz: Die Herzintelligenz. Die Wissenschaft spricht mittlerweile schon von unserem Herzen als „kleines Gehirn“.

Bevor wir uns die Methode für ein emotionales Gleichgewicht genauer anschauen, lassen Sie uns kurz einige Fakten in bezug auf unser Herz näher beleuchten.

Die Zeitdauer zwischen Ihren Herzschlägen verändert sich ständig. Was die meisten kennen ist die durchschnittliche Herzfrequenz, also die Schläge pro Minute. Das Tempo Ihres Herzschlages ändert sich aber von Augenblick zu Augenblick.

Und die Geschwindigkeit Ihres Herzschlages wird von allem beeinflusst, was Sie wahrnehmen und denken. Wenn Sie sich zum Beispiel über irgendetwas ärgern, beschleunigt sich Ihr Herzschlag sofort.

Wir können zwischen zwei verschiedenen Mustern unterscheiden:

  1. Eine harmonische, weil regelmäßige Tempoveränderung des Herzschlags
  2. Eine chaotische, weil unregelmäßige Tempoveränderung

Das Ziel sollte natürlich ein möglichst harmonischer Herzschlag sein. Wie können Sie das erreichen?

Stellen Sie sich mal folgendes vor: Sie hängen zwei Pendeluhren in ein Zimmer. Eine große und eine kleine Pendeluhr. Sie starten beide Uhren so, dass Sie in einem unterschiedlichen Rhythmus schlagen. Was glauben, was passiert ist, wenn Sie nach einiger Zeit, wieder ins Zimmer kommen?

Die Pendeluhren schlagen im gleichen Rhythmus. Und zwar passt sich die kleinere Uhr der größeren an. Der stärkere Rhythmus beeinflusst den schwächeren Rhythmus. Dieses Phänomen nennt sich übrigens in der technischen Welt „Frequenzkopplung“ und ist in der Natur überall zu finden.

Dann stellt sich jetzt die Frage, was wohl der stärkste Rhythmus-Geber in unserem Körper ist. Sie haben es bestimmt schon erraten: Unser Herz.

Das heißt, wenn Ihr Herzrhythmus chaotisch ist, dann wird Ihr ganzer Körper ins Chaos gestürzt. Wenn Ihr Herzrhythmus hingegen harmonisch ist, wird zum Beispiel auch das Denken klarer und der ganze Körper arbeitet effektiver.

Nun ist es so, dass negative Gefühle starke und chaotische Pulsschwankungen auslösen, während positive Gefühle einen harmonischen Herzschlag fördern.

Die Herzintelligenz-Methode besteht im Kern aus 2 Schritten.

Machen Sie die Übung am besten irgendwo an einem ruhigen Ort und setzen Sie sich dazu bequem hin oder legen Sie sich hin.

Der erste Schritt: Sie richten Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Herzgegend und stellen sich vor, wie Sie mit Ihrem Herzen atmen. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Herz mit jedem Atemzug von Sauerstoff umflutet wird. Atmen Sie ungefähr so, dass Sie 6 Atemzyklen pro Minute haben. Das heißt: 5 sec einatmen, 5 sec ausatmen, 1 sec Pause und wieder einatmen…

Wie fühlen Sie sich bei dieser Atemtechnik? Allein dieser Schritt sollte zu einer deutlichen Entspannung führen. Spannend ist übrigens auch, wenn Sie diese Übung mit einem so genannten Biofeedback-Gerät machen, so sehen Sie sofort die Veränderung Ihres Herzschlages. Solch ein spezielles Gerät, das den Herzschlag visualisiert, nutze ich zum Beispiel auch mit meinen Klienten in der Coaching-Sitzung und es ist immer wieder absolut faszinierend wie schnell sich der Herzschlag bei dieser Übung anpasst.

Jetzt folgt Schritt 2.

Dieser Schritt dient dazu, den harmonischen Herzrhythmus noch weiter zu verstärken und zu stabilisieren.

Jetzt geht es darum, dass Sie sich an ein positives, fröhliches Gefühl in Ihrem Leben erinnern. Dazu denken Sie einfach an ein schönes Erlebnis in Ihrem Leben. Das kann ein schöner, entspannender Urlaub sein. Oder die Liebe, die Sie für Ihr Kind empfinden. Ein Erfolgserlebnis. Oder ein anderer schöner Moment.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht nur an den Moment erinnern, sondern wirklich das Gefühl wieder erleben. Das ist der entscheidende Punkt: Sie fühlen wieder das positive Gefühl.

Überlegen Sie jetzt, welche schönen Momente Ihnen einfallen und schreiben 2 bis 3 solcher Momente auf…

Dann suchen Sie sich das intensivste davon aus und dann können Sie, wenn Sie wollen, jetzt die Augen schließen und erleben diesen Moment vor Ihrem inneren Auge noch einmal.

Nehmen Sie diesen Moment mit allen Sinnen innerlich wahr.

Was haben Sie in diesem Moment gesehen?

Was haben Sie gehört?

Und das Wichtigste, wie fühlen Sie sich jetzt, wenn Sie sich daran erinnern? Wo in Ihrem Körper spüren Sie das schöne Gefühl?

Ok, das sind die zwei Schritte:

  1. Sie lenken Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr Herz und atmen 5 sec ein, 5 sec aus, 1 sec Pause und wieder ein…
  2. dann erinnern Sie sich an Ihren schönen Moment und bleiben Sie für 10 bis 15 Minuten in diesem Zustand.

Das gibt Körper und Kopf Zeit sich zu erholen und zu regenerieren.

Nach einer Studie erhöht sich übrigens Ihr so genanntes „Jugendhormon“ um 100 Prozent, wenn Sie diese Übung 6 Wochen lang, 30 Minuten am Tag durchführen. Das lohnt sich doch, oder!? 100 % mehr Jugendhormon im Blut nach 6 Wochen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren der Technik und eine entspannte Zeit.

Weitere Radio-Beiträge finden Sie hier in Textform (2002-2011) und zum Anhören (2013-heute).

Radiobeiträge 2002-2011
Radiobeiträge 2013-2014
Radiobeiträge 2015 – heute