Radiobeitrag

98.2 Radio Paradiso:
Dirk W. Eilert als Co-Moderator im LifeCoaching-Paradies am 08. Februar 2007

Zielsicher durch’s Leben
– Ziele setzen und erreichen

Erinnern Sie sich!? Wir hatten in der letzten Sendung darüber gesprochen, wie Sie Ihr eigenes Lebensdrehbuch schreiben können und welche Vorteile es für Sie hat, wenn Sie das tun!

Noch einmal kurz zur Wiederholung: Ein Lebensdrehbuch ist eine ganz klare Vorstellung von dem, was Sie in Ihrem Leben sein, haben und tun möchten.

Die Vorteile noch einmal im Überblick:

Ein klares Lebensdrehbuch, eine klare Vision, gibt Ihnen Kraft und Durchhaltevermögen, auch und gerade in schwierigen Zeiten.

Durch ein Lebensdrehbuch entwickeln Sie sich als Persönlichkeit schneller und erhöhen dadurch Ihre Lebensqualität.

Wenn Sie ein klares Lebensdrehbuch haben, dann filtert Ihr Gehirn für Sie automatisch die Informationen aus Ihrer Umgebung heraus, die Sie benötigen, um Ihre Ziele zu erreichen.

Der erste wichtige Schritt, wenn Sie Ihr eigenes Lebensdrehbuch schreiben wollen, besteht darin, dass Sie sich vergegenwärtigen, was Ihnen in Ihrem Leben wirklich wichtig ist. Dafür haben Sie die Geburtstagsübung kennen gelernt.

Auf der Basis dieser Erkenntnisse machen wir den nächsten Schritt: Ihre Zielsetzung für die vier wichtigen Lebensbereiche!

Eine gesunde und erfolgreiche Zielplanung berücksichtigt die folgenden vier Lebensbereiche:

  1. Beruf
  2. Familie und Kontakte
  3. Gesundheit und Wohlbefinden, und
  4. Persönliche Entwicklung.

Jetzt kommt der wohl schwierigste Schritt: Sie müssen sich überlegen, was Sie in den einzelnen Bereichen Ihres Lebens erreichen wollen.

Fragen Sie sich jetzt für jeden Lebensbereich:

Wie stelle ich mir mein Leben in 5 bis 10 Jahren idealerweise vor?

Denken Sie darüber nach, was Sie sein, tun und haben wollen und nehmen Sie sich dabei für jeden Zielbereich mindestens 5 Minuten Zeit. Beurteilen Sie noch nicht, ob es umsetzbar ist, sondern schreiben Sie alles auf, was Ihnen spontan einfällt. Beginnen Sie wieder zu träumen.

Hier noch ein paar Fragen, die Ihnen als Anregung in diesem Prozess dienen können:

  • Wie wäre Ihr Leben, wenn es in jeder Hinsicht vollkommen wäre?
  • Stellen Sie sich vor eine Fee erscheint und erfüllt Ihnen jeden Wunsch. Was würden Sie sich wünschen?
  • Stellen Sie sich vor, Sie reisen 10 Jahre in die Zukunft und blicken zurück auf die vergangenen 10 Jahre. Fragen Sie sich: “Was müsste geschehen sein, damit ich sagen kann: “Die letzten 10 Jahre waren erfolgreich!”?”

Die größte Herausforderung bei diesem Schritt ist wahrscheinlich, Ihren Lebenssinn zu finden. Sie können dafür neben den letzten Fragen, insbesondere die folgenden Fragen als Anregung nutzen:

  • Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie Erfolg damit hätten?
  • Was sind Ihre Talente? Was tun Sie wirklich gerne? Was begeistert Sie?
  • Gibt es einen bestimmten Beitrag, den Sie in der Welt leisten wollen?

Ordnen Sie nach diesem Schritt Ihre Ziele für jeden Lebensbereich den folgenden Kategorien zu:

A-Ziele: A-Ziele, sind Ziele die Ihr Leben verändern und daher wichtig sind.

B-Ziele: Ziele, die Ihr Leben zwar nicht verändern, aber immer noch wichtig sind.

C-Ziele: Ziele, die zwar erstrebenswert sind, die Sie aber nicht mit Leidenschaft verfolgen.

Schreiben Sie Ihre A-Ziele für jeden Zielbereich auf ein neues Blatt und ordnen Sie diese dabei nach Ihrer Wichtigkeit. Je mehr das Erreichen eines Zieles Ihr Leben beeinflusst, desto wichtiger ist es.

Wenn Sie die Übung bis hierher durchgeführt haben, dann haben Sie jetzt für jeden Zielbereich ein A-Ziel, das oberste Priorität hat. Meine Empfehlung: Konzentrieren Sie sich in jedem Lebensbereich auf das wichtigste A-Ziel.

Der häufigste Fehler, der bei der Zielplanung und -umsetzung gemacht wird, ist die gleichzeitige Konzentration auf zu viele Ziele. Die Folge ist eine Zerstreuung Ihrer Kräfte. Ein Hund, der gleichzeitig zehn Hasen fangen will, wird im Ergebnis wahrscheinlich gar keinen fangen.

Wenn Sie sich hingegen auf ein A-Ziel in jedem Bereich konzentrieren, dann erzielen Sie eine wesentlich stärkere Wirkung. Stellen Sie sich vor, Sie legen ein Blatt Papier in die Sonne. Vielleicht vergilbt es ein bisschen, aber weiter wird nichts passieren. Jetzt nehmen Sie eine Lupe und konzentrieren die Sonnenstrahlen auf einen Punkt. Das Blatt wird innerhalb weniger Sekunden anfangen zu brennen.

Zerstreuen Sie nicht Ihre Kräfte, sondern konzentrieren Sie sich in jedem Bereich auf Ihr wichtigstes A-Ziel. Wenn Sie Ihre Ziele nach der Auswirkung auf Ihr Leben sortiert haben, dann werden Sie wahrscheinlich ohnehin viele Ihrer anderen Ziele automatisch erreichen, während Sie Ihr wichtigstes A-Ziel in die Tat umsetzen.

Damit Ihre Ziele ihre volle Kraft entfalten, überprüfen Sie jetzt, ob Ihr wichtigstes A-Ziel aus jedem Lebensbereich die folgenden Kriterien erfüllt:

  1. In Gegenwartsform formuliert. So als wenn Sie Ihr Ziel bereits erreicht hätten. Also nicht “Ich werde…” oder “Ich will…”, sondern z.B. “Ich bin…”.
  2. Klar und spezifisch. Wie erkennen Sie, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben? Was werden Sie sehen, hören und fühlen?
  3. Positiv formuliert, d.h. keine Verneinung und kein Vergleich. Also nicht: “Ich rauche nicht mehr.”, sondern z.B. “Ich atme frei durch.”
  4. Terminiert. Setzen Sie sich einen Termin, an dem Sie Ihr Ziel erreicht haben wollen. Der Unterschied zwischen einem Wunsch und einem Ziel ist die Deadline, also ein absolut klarer Zeitpunkt der Zielerreichung.
  5. Selbst initiierbar und aufrechterhaltbar. Wenn Ihr Ziel zum Beispiel ist, dass Ihr Partner liebevoller mit Ihnen umgeht, dann fragen Sie sich: “Was kann ich tun, damit dies geschieht?”. Die Zielerreichung muss in Ihrem Verantwortungsbereich liegen, sonst geben Sie den Umständen, Ereignissen und anderen Personen die Macht über Ihr Leben.

Wenn Ihre Ziele diese Kriterien erfüllen, besteht jetzt der nächste Schritt darin, dass Sie sich überlegen, was Sie ganz konkret tun, um diese Ziele zu erreichen.

Schreiben Sie dafür einen Aktionsplan, mindestens für die nächsten 10 Tage. Damit Sie auch wirklich ins Handeln kommen und im Handeln bleiben. Und dann machen Sie jeden Tag einen kleinen Schritt. Denn Sie wissen ja: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Weitere Radio-Beiträge finden Sie hier in Textform (2002-2011) und zum Anhören (2013-heute).

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