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LinkedIn gilt als das erste soziale Netzwerk, das tatsächlich erfolgreich war und noch heute besteht. Es feiert am 5. Mai seinen 20. Geburtstag und zeigt deutlich, dass wir ohne soziale Netzwerke heutzutage nicht mehr auskommen. Sei es beruflich, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben, um Erinnerungen zu teilen oder um Verbindungen aufzubauen und gemeinsame Interessen zu entdecken. Newskanäle nutzen Social Media, um Informationen zu verbreiten, andere User machen Scherze, um Unterhaltung zu bieten und wieder andere posten Bilder, um sich zu präsentieren: ihre Hobbys, ihren Urlaub, ihre Aktivitäten.
Bilder in sozialen Netzwerken sagen eine ganze Menge über die postende Person aus, deshalb gehören sie in der Mimikresonanz®-Profibox wie die Emojis zum Beobachtungskanal der digitalen Welt (D1).
Was digitale Bilder bedeuten können
Die Art der geposteten Bilder verrät etwas über die Persönlichkeitseigenschaft. ExtravertiertePersonen neigen zu folgendem:
- sie posten Bilder, die eher warm und farbenprächtig sind und/oder auf denen sie mit Freunden zu sehen sind
- eine hohe Extraversion hängt auch mit einer größeren Freundeszahl bei Facebook zusammen sowie einer häufigeren Nutzung von Emoticons und Emojis
Bei Personen, bei denen Verträglichkeit hoch ausgeprägt ist, zeigen sich eher diese Aspekte:
- farblich eher warme Bilder, auf denen die Person mit Freunden zu sehen ist
- bekommen mehr „Likes“ und Kommentare für ihre Profilbilder
Beim Persönlichkeitsmerkmal „Offenheit für neue Erfahrungen“ sehen wir tendenziell:
- ästhetische Bilder, z.B. mit hohem Kontrast und hoher Sättigung
- ungewöhnliche Profilbilder, auf denen z.B. kein Gesicht gezeigt wird
Gewissenhafte Personen posten mehrheitlich:
- grundsätzlich freundliche Bilder, die aber wenig von der privaten Umgebung offenbaren, denn Gewissenhafte neigen dazu, vorsichtig zu sein
- Profilbilder, auf denen sie selbst zu sehen sind, da das den gängigen Erwartungen entspricht
- mehr selbstgenerierte Alben bei Facebook
Ist Neurotizismus hoch ausgeprägt, tendiert die Person zu folgendem:
- auf den Bildern sind seltener Gesichter zu sehen, und wenn doch, neigt die Person dazu, mimisch nur wenig positive Gefühle auszudrücken; die Mimik ist stattdessen eher ausdruckslos-neutral
So erkennen Sie dieses Signal
Die meisten Menschen wählen die Bilder, die sie in den sozialen Medien posten, in dem Bewusstsein aus, dass sie damit einen bestimmten Eindruck von ihrer Person nach außen vermitteln möchten. Deshalb verraten die Bilder etwas über die Persönlichkeit. Achten Sie deshalb darauf, welche Bilder jemand postet und wie das Profilbild aussieht. Suchen Sie nach den Mustern, welche die Bilder gemeinsam haben.
Entscheidend für die Wirkung Ihres Bildes ist nicht, was in dem Moment der Aufnahme tatsächlich in Ihnen vorgegangen ist, sondern welches Gefühl der Betrachter des Fotos wahrnimmt. Um die transportierten Emotionen zu analysieren, können Sie noch einmal in den zahlreichen Signalen dieses Blogs oder in der Mimikresonanz®-Profibox stöbern.
Wie wirken wir auf Bildern attraktiv?
Online-Datingportale, Profilbilder in sozialen Netzwerken oder Messengerdiensten, Bewerbungsfotos – überall wollen wir möglichst attraktiv wirken. Wie gelingt das? Mehrere Studien haben hierzu das gleiche Ergebnis geliefert: Ein symmetrisch lächelndes Gesicht mit leicht nach links geneigtem Kopf (aus Sicht desjenigen, der den Kopf neigt), mit Blickkontakt zum Betrachter, bekommt die besten Attraktivitätsnoten. Entscheidend ist hierbei auch die Erscheinung des Lächelns: Je breiter und offener der Mund beim Lächeln, desto einladender und zugänglicher wirkt es. Doch es sollte nicht übertrieben aussehen, sondern möglichst authentisch und echt. Dies erreichen Sie, wenn Sie im Moment der Aufnahme an ein wirklich freudiges Erlebnis denken.
Umgekehrt können traurige Gesichtszüge hingegen sehr negativ wirken. Vor allem Ekel sollten Sie vermeiden (mit hochgezogener Oberlippe), denn dieser Gesichtsausdruck gilt als am unattraktivsten.
Quellen
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Hall & Pennington, 2013; Liu, Preotiuc-Pietro, Samani, Moghaddam, & Ungar, 2016; Segalin et al., 2017
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Vernon, Sutherland, Young, & Hartley, 2014
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